Illegale Drehs  und Ballhaus' kühle Distanz

Jürgen und ich begannen mit den Dreharbeiten zum neuen Film. Die Berliner S-Bahn gehörte damals der DDR, drehen, auch im Westen, war verboten. Wir filmten die folgenden Wochen mit versteckter Kamera, illegal, immer auf der Flucht vor der Bahnpolizei. Jürgen hatte das Pech, mehrmals fotografiert zu werden.

Bei der ersten Mustervorführung dachte ich schon, das sei mein letzter Tag beim Film. Wir schauten uns das Material bei Geyer an. Wir hatten mit Highspeed-Optiken gedreht, offene Blende und sehr geringe Schärfentiefe. Das heißt, wenn ich eine Person filme mit langer Brennweite und sie steht profiliert zur Kamera, ist das eine Auge scharf zu sehen, das Zweite ist schon unscharf. Immer wenn bei der Vorführung etwas groß ins Bild kam, wurde das Bild unscharf und dann erst scharf. 

Ich versank immer tiefer im Sessel – dafür war ich verantwortlich, dass alles auch scharf ist. Jürgen drehte sich nur zu mir um und sagte: „Da müssen wir aber das nächste Mal besser aufpassen.“ Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen.

Am nächsten Abend wurde das gesamte Material noch einmal angesehen, diesmal war der Produzent mit dabei. Ich machte mich schon auf meinen Rauswurf gefasst. Oh Wunder, alles war scharf! Was war geschehen? Am Tag vorher war ein Aushilfsvorführer in der Projektion, der hatte null Erfahrung. Immer wenn etwas groß ins Bild kam, versuchte er am Projektor ganz vorsichtig neu scharf zu stellen. Meine Arbeit war also okay gewesen, der Vorführer hatte die Unschärfen verursacht, nur weil er es ganz vorsichtig gemacht hatte, hatten wir nicht gemerkt, dass es der Projektor war. Mir fiel ein Stein vom Herzen.

Der Film war in wenigen Wochen abgedreht, und Hans wurde krank, ich musste ihn vertreten, als 1. Assistent bei Michael Ballhaus, mittlerweile der Kameramann von Martin Scorsese, mit mehreren Oscar-Nominierungen. Er hat unter anderem The Departed, Gangs of New York, Wild Wild West, Air Force One, Sleepers, Outbreak und Goodfellas gedreht. Damals drehte er unter anderem die Fassbinder-Filme. Der Film (kein Fassbinder-Film, dem begegnete ich erst später) hieß: „Das bin nicht ich, das ist nur ein Bild von mir“. Ich war ein Anfänger und dementsprechend nervös. Ballhaus war sehr unpersönlich, ich bin mit ihm nicht warm geworden. Ich war froh, als der Dreh zu Ende war. Jürgen war total anders, bei Unsicherheiten konnte man ihn immer fragen, er nahm viel Rücksicht darauf, dass ich erst am Anfang war. Ballhaus wollte, dass man seinen Job macht und sonst nichts. Gott sei Dank war Hans nach zwei Tagen wieder gesund, ich war echt überfordert.

Da die Bahnpolizei Jürgen mehrmals fotografiert hatte, traute der sich nicht mehr mit seinem PKW durch die DDR zu fahren. Er hatte eine Motivbesichtigung in Nürnberg gehabt und bat mich, seinen Wagen zurück nach Berlin zu fahren. Ich musste nach Nürnberg fliegen. Das war mein allererster Flug, ich war 26 Jahre alt. Ich habe allerdings inzwischen alles nachgeholt und sicher ne halbe Million Flugkilometer auf dem Buckel. Beim neuen Film von Jürgen machte jetzt wieder Hans Assistent, und mir drohte die Arbeitslosigkeit.


Kleinere Brötchen backen.

Gott sei Dank war ich nicht lange arbeitslos, ich bekam einen Job beim ZDF Berlin. Die Kameramänner waren ganz nett. Am liebsten arbeitete ich mit Nino Mangelli, einem Italiener, der seit 30 Jahren in Deutschland lebte, aber immer noch arg gebrochen Deutsch redete. Er war ein typischer Italiener, ein Charmeur. Immer wenn eine halbwegs hübsche Frau unseren Weg kreuzte, kam Ninos große Stunde. „Sagen Sie, sind Sie zufällig Frau Muller?“ war seine Standardanmache, das Ü konnte er als Italiener nicht. 

Dann folgte: „Habe Sie zufällig eine Bonbon?“, bei Verneinung: „Wolle Sie eine Bonbon?“ Nino war gut drauf und sprach vorwiegend in Rätseln: „Weißt du, wo ich kriege Eggeschran?“ „Was?“, fragte ich. „Sprichst du keine Deutsche, suche eine Eggeschran.“ Dann kapierte ich, einen Eckschrank suchte er. Er musste für seine Kinder Unterhalt bezahlen, die studierten allerdings, was ihm nicht passte, da sich die Unterhaltsverpflichtungen hinzogen. „Meine Tochter, studiert! Warum? Soll sie werden Nutte, ist doch auch schöner Beruf, brauch sie nix Studium.“ Aber natürlich liebte er seine Kinder, und das waren alles Sprüche, aber unterhaltsam. Lichthilfe war Prince Baba aus Ghana, ein Chaot vor dem Herren, aber ein ganz liebenswerter Zeitgenosse. Wir hatten also viel Spaß. Die Mädels in der Dispo mochten mich ganz gerne, und deshalb hatte ich genug Jobs.

Ein zweites Standbein war eine Firma namens Cinekreis, die machte Werbespots für Tupperware und alles Mögliche. Dort musste man allerdings trinkfest sein. Einmal machten wir einen Film über Ballonfliegen in Neustadt an der Weinstraße, 35 mm, mit zwei Kamerateams. Ich sollte mit einem der Kameramänner einen Tag länger bleiben und noch einen Parallelflug mit dem Hubschrauber drehen. Ich tauschte die Kameraausrüstung mit dem zweiten Team und übernahm die Ausrüstung von Gert Stallmann, dem Assistenten des zweiten Kameramanns (den ich ja schon vom Bahnhof Zoo kannte). Kurz bevor der Hubschrauber kam, wollte ich eine Kassette einlegen, dafür benutzte man einen Dunkelsack. Ein Dunkelsack ist wie ein schwarzer Pullover aus lichtundurchlässigem Material und bis auf die Armöffnungen geschlossen. Man legt die Kassette hinein, dann den Film, der in einer Blechdose ist. Dann fährt man mit den Armen in die Ärmelöffnungen, öffnet die Dose im Dunkelsack und legt den Film in die Kassette ein und schließt sie. Damit verhindert man, dass Licht auf den Film gerät und er belichtet wird.

Ich suchte den Dunkelsack in Gerts Ausrüstung, aber es war keiner da. Mist, mein Dunkelsack war in der Ausrüstung, die ich ihm gegeben hatte, und sie waren schon abgereist. Wie sollte ich nun den Film in die Kassette bekommen, auf freiem Feld? Letzte Chance wäre der Kofferraum eines Autos gewesen. Der Hubschrauber kam. „Der hat ja keinen Helimount“, sagte Ulli, der Kameramann, „so kann ich nicht drehen.“ (Helimount ist eine Vorrichtung, um die Kamera im Hubschrauber zu befestigen.) Der Dreh wurde abgebrochen, und wir fuhren nach Berlin zurück, keiner hat je mein Problem entdeckt. Der Film wurde übrigens nie fertig. Nach einem anderen Dreh (ohne mich) fehlte plötzlich eine Rolle belichtetes Filmmaterial, ohne die der Film nicht fertiggestellt werden konnte. Alle wurden beschuldigt, im Suff die Rolle verschlampt zu haben. Als vier Jahre später Winne, der Chef der Firma, seinen Mercedes verkaufte, fand man die Rolle unter dem Rücksitz – natürlich inzwischen unbrauchbar.

Für mich ging es wieder aufwärts, die Neue Filmproduktion suchte einen Assistenten und rief mich an, und diese Firma war eine richtige Fernsehproduktion!

Mein neuer Lehrmeister kannte seine Pappenheimer

Die erste Produktion bei der NFP war wenig spektakulär, es war ein Pilotfilm für Kinder, namens „Pappenheimer“. Bei den Dreharbeiten lief alles schief, Regie und Kamera harmonierten nicht so gut, und so war der Redakteur der Firma, Hans Robert Eisenhauer, später der Filmbeauftragte von Berlin und danach Deutschlandchef von Arte, ziemlich verzweifelt und glaubte, den Auftrag nicht zu bekommen. Ich bot ihm an, noch einen Tag alleine zu drehen, um all das zu bekommen, was fehlte. Er willigte ein. Ich hatte wirklich Glück und bekam alle Aufnahmen, die noch benötigt wurden, in wenigen Stunden.

Ich kam mit dem Filmmaterial aus dem Kopierwerk in den Schneideraum, und alle erwarteten nichts von einem noch unerfahrenen Assistenten, und dann wunderten sie sich sehr über das, was ich gedreht hatte. Alle waren überglücklich, ich wurde fürstlich bezahlt und bekam die Zusage, dass, wenn sie den Auftrag bekommen würden, ich der Kameramann sein solle. Sie erhielten einige Wochen später den Auftrag – ich habe allerdings niemals wieder ein Jobangebot von dieser Firma bekommen. So ist die Branche: Versprochen wird viel, gehalten wenig.

Aber davor sollte ich noch eine Fernsehserie als Assistent machen. Der Kameramann hieß Heinz Pehlke, und es hieß, er sei schwierig. 


Heinz Pehlke war ein Herr, einer der besten Kameramänner der Nachkriegszeit. Er hatte den berühmten Film „Die Halbstarken“ mit Horst Buchholz gedreht, den „Schinderhannes“ mit Curt Jürgens, das „Totenschiff“ und viele Filme von Helmut Käutner und auch einen Teil der Filme mit Freddy Quinn, und er war überhaupt nicht schwierig. Er entpuppte sich als väterlicher Freund, der mir viele Freiheiten ließ, und von dem ich sehr viel gelernt habe, denn er war ein Meister seines Fachs.


„Vivatgasse 7“,  und die Last der Vergangenheit

Es ging nach Heidelberg, „Vivatgasse 7“ hieß die Fernsehserie, Regie führte Imo Moszkowicz, ebenfalls ein angenehmer Zeitgenosse. Leider spielten bei dieser Serie keine Stars mit, Eleonore Weisgerber war die bekannteste Schauspielerin. 










Eines Tages kam ich mit einem neuen T-Shirt zum Set, es hatte eine absonderlich purpurne Farbe, deshalb hatte ich es gekauft. Imo schaute mich an und sagte ganz ruhig zu mir: „Bitte geh ins Hotel und zieh dir was anderes an.“ Ich verstand kein Wort. „Warum?“, fragte ich irritiert. Er antwortete nur: „Tu es – bitte – sofort.“ Ich ging schnell ins Hotel, zog mich um und hatte keine Ahnung, warum ein bis dahin vernünftiger Regisseur sich plötzlich so merkwürdig verhielt. Als ich zurückkam, atmete Imo sichtbar erleichtert auf. Er fing an zu erzählen. Er war Jude und hatte Auschwitz überlebt, doch seine Familie war ermordet worden. Die Farbe meines T-Shirts habe ihn an die Hautfarbe der Leichen dort erinnert. Er bedankte sich bei mir, dass ich mich umgezogen hatte.

Als ich zurück ins Hotel kam, warf ich mein Shirt in den Müll. Ich wollte nicht, dass mir unbekannte Menschen, denen ich vielleicht zufällig begegnen würde und die Ähnliches durchgemacht hatten, dieselben Assoziationen bekommen würden.


Das kollektive „Wir haben nichts gewusst“ und meine Familie

Und damit kommen wir zu einem kurzen Rückblick in die Nazizeit und dem kollektiven „Wir haben nichts davon gewusst“ der meisten Deutschen, die diese Zeit erlebt haben.


Ich komme aus einer einfachen Familie, arm, aber anständig. Schon als Kind hatte mir meine Oma ein Buch über die Konzentrationslager gezeigt, ich hatte diese Leichenberge auf Bildern gesehen und das allgegenwärtige Grauen. Wir lebten in einem Dorf, weitab von einem Konzentrationslager. Als ich erwachsen war fragte ich sie, ob sie gewusst habe, was dort passiere. Mein Opa war bei der Bahn und kam erst viel später, als Soldat, direkt nach Stalingrad und kehrte von da nicht zurück. Er hatte also auch keinen direkten Kontakt mit einem KZ gehabt. „Alle haben es gewusst“, sagte meine Oma, „zwar keine Details über die Gaskammern, aber wir wussten, dass sie diese armen Menschen umbringen“, und dann erzählte sie mir von meiner Familie, was mich bis dahin nie interessiert hatte. Sie erzählte mir, dass keines der Kinder mit meiner Mutter oder ihren Brüdern spielen durfte, da sie die einzigen im Dorf waren, die nicht in der Partei waren. Sie waren immer Sozis gewesen und auch geblieben während der NS-Diktatur.

Sie zeigte mir einige Akten aus unserem Dorf, die sie nach dem Krieg mit nach Hause genommen hatte, darunter war eine Auflistung des Bürgermeisters über nicht wehrfähige Männer aus dem Jahr 1944. Auf dieser Liste waren nur Schwachsinnige und Kriegsversehrte mit schweren Amputationen, die nicht kämpfen konnten. Auf der letzten Seite, als zweitletzter unter dem Buchstaben W, war mein Urgroßvater aufgeführt, da stand aber nicht „Krüppel“ oder „geisteskrank“, da stand schwarz auf weiß: „politisch unzuverlässig“. Hätte der Bürgermeister die Liste weggeschickt, wäre mein Urgroßvater auch im KZ gelandet. Als die Amerikaner noch 1500 m vom Dorf entfernt waren und mein Urgroßvater die weiße Fahne hisste, damit das Dorf nicht beschossen wird, überlegten die Nazis noch, ob sie ihn aufhängen, bevor sie abhauten. Ich habe ihn nie kennengelernt, aber ich war plötzlich stolz auf meine Familie, die mir bis dahin immer zu einfach gewesen war.

Ich ging gleich zu meiner anderen Oma und fragte sie, warum mein anderer Opa, trotz der Länge des Krieges, nur einfacher Soldat geblieben war. Er hatte, als sie russische Zivilisten erschießen sollten, den Befehl verweigert und sein Gewehr weggeworfen. Nur Dank der Umsicht seines Vorgesetzten war er nicht zum Tode verurteilt worden, sondern sie hatten ihn an Ort und Stelle degradiert und einer Strafkompanie zugeteilt. Es ging also doch, man konnte Courage zeigen, auch in diesen Zeiten. Ich war zufrieden mit meiner Familie, alles keine Nazis, aber um ganz ehrlich zu sein, natürlich hab ich da Glück gehabt, keiner kann was für seine Naziverwandtschaft.


Betrunkene Feuerwehrleute, ein gestohlenes Tablett und die 80er

Zurück in die Gegenwart zur „Vivatgasse“ und zur Feuerwehr. Wir drehten nachts in einem Dorf hoch über dem Neckar, unsere Statisten waren die Männer der örtlichen freiwilligen Feuerwehr. Sie warteten in der Kneipe auf ihren Einsatz. Leider verzögerte sich unser Dreh um einige Stunden. Als es dann soweit war, waren alle sturzbetrunken. Es war nur eine kleine Szene, schnell abgedreht. Danach tranken sie fröhlich weiter, während wir etwas anders drehten, und dann ging die Sirene los – Feueralarm! Sie wankten zu ihren Fahrzeugen, einer fuhr mit dem Moped gleich den nächsten Gartenzaun um – es war ein Bild für die Götter. Ich glaube, von dem Haus, welches da brannte, dürfte nicht viel übrig geblieben sein.

Wir drehten in einem Antiquitätengeschäft, und der Regisseur hatte Geburtstag. Das Team und die Schauspieler legten zusammen, und wir kauften ihm ein historisches Tablett aus dem Laden, stolze 1200 Mark kostete es. Als ich am nächsten Tag am Produktionsbüro vorbeiging, das Fenster stand offen, hörte ich den Produktionsleiter auf Englisch telefonieren. „Yes, they stole an historic tablett (er sagte nicht tray). The value? The value is about 1200 DM.“ Er telefonierte anscheinend mit der Versicherung. Hony soit qui mal y pense. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Ich habe es für mich behalten.

Sonst passierte nicht viel bei den Dreharbeiten, es war halt eine Vorabendserie, nett, aber unspektakulär. Wir waren im Jahr 1981 stehen geblieben, da passierten schreckliche Sachen in Deutschland: Ufos, Schweine im Weltall, die neue deutsche Welle schwappte wie eine Seuche über das Land, aber auch BAP wurde populär, das war zumindest ein Ausgleich.


Pillen, Krieg und ein Boxer-Treffen

Ich machte mit Heinz noch mehrere Filme, die aber nicht erwähnenswert sind, da sie fast alle inzwischen in Vergessenheit geraten sind (mit Recht). Eine Serie mit Elke Aberle, die in einer Pillenfabrik spielte hieß „Das doppelte Pensum“, total langweilig aber hochgelobt,, einen Film, der hieß: „In den Tod, hurra“ über das Verheizen von Jugendregimentern im ersten Weltkrieg bei Langemarck, ein anspruchsvolles Werk, aber langweilig, weil zu intellektuell umgesetzt, einen Kurzfilm: „Der Träumer“, das war ein Vorläufer von Und täglich grüßt das Murmeltier, der war witzig, und einen Film, der hieß: „Westlich von Eisenach“, mit einem unsäglichen Schauspieler aus der DDR, der hieß Edwin Marjan, ein Untalent, und Maria Louise Marian, eine sehr nette Frau, die später in der Lindenstraße zur Mutter der Nation wurde. Wir drehten in Hanau und wohnten im sogenannten Rundhotel. Eines Nachts gab es einen Höllenlärm im Zimmer nebenan, ich musste früh raus und wollte schlafen. Mit maßloser Selbstüberschätzung meiner eigenen Person stand ich ruckzuck im Gang und bollerte an die Tür nebenan. Denen würde ich was erzählen, ich war auf 180. Bad idea?

Die Tür öffnete sich, und ich hatte Menschen vor mir, mit denen ich mich weiß Gott nicht anlegen wollte. In Hanau fanden die deutschen Meisterschaften der Amateurboxer statt. Die Teilnehmer hatten sich im Zimmer nebenan versammelt, um ein wenig zu feiern. Ich bekam aber keins auf die Fresse, ermutigte sie, ruhig fröhlich weiterzufeiern. Es war keine gute Nacht.




Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog