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  Ein Landei in der großen Stadt – und eine heikle Tramperfahrt Ich hatte keinen Bock auf die Bundeswehr, also blieb nur die Flucht nach Berlin. Aber wie? Da ich mich damals, anstatt in die Schule zu gehen, häufig in unserer Bahnhofskneipe aufhielt, um Karten zu spielen, waren mir natürlich fast alle Stammgäste bekannt. Plötzlich gab es dort einen Neuen, Gert, und oh Wunder, der wohnte in Berlin, war aber aus irgendeinem Dorf in der Nähe.  Gert war etwa Ende 20 und bot mir an, bei ihm zu wohnen – in Berlin, natürlich nicht in seinem Dorf. Ich wusste allerdings nicht, dass Gert ein ziemlicher Säufer war und sich auch gerne mal mit dem Gesetz anlegte. Ich packte also meine Siebensachen und fuhr mit meinem Polski Fiat nach Berlin. Fast wäre ich auf der ersten Fahrt schon gescheitert, denn die damaligen Transitbestimmungen waren mir noch nicht so geläufig. Ich entdeckte auf halbem Weg in der Zone eine hübsche Tramperin, hielt an und nahm sie mit; sie sah aus wie ein Wessi. Wir ...
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 Die Hippiezeit Da ich inzwischen am Wochenende an einer Tankstelle arbeitete hatte ich genügend Geld für ein Auto. Erst ein VW Käfer unsynchronisiert für 100 Mark, dann hatte mein Englischlehrer einen Unfall und ich kaufte seinen BMW 1800 TI für 300 Mark, den baute ich mit einem Freund der Automechaniker war wieder auf. Als ich damit mal neben dem VW Käfer des Schuldirektors parkte, hatte ich am nächsten Tag die Polizei zu Besuch, die wissen wollte, wie es denn käme, daß ich als Arbeiterkind so einen Wagen fahren könne, ich müsse doch wohl mit Drogen handeln. Ich verdiente aber etwa im Monat 1000 Mark an der Tankstelle, als Schüler damals steuerfrei, plus 500-800 Mark Trinkgeld. Die Abrechnungen beruhigten sie schnell und sie verschwanden wieder. Bevor ich weitererzähle, will ich noch ein wenig auf die Zeit eingehen so zwischen 1968 und 1974, die Love and Peace Ära oder auch die Hippiezeit, wohlgemerkt in Deutschland. Musikalisch gesehen also der Übergang von der Beatmusik zur Ro...
Warum eigentlich heißt der Blog "Memoiren eines Versagers"?  Ich hätte ja auch beim Finanzamt landen können, als Sachbearbeiter zum Beispiel oder bei der Post, alles ehrenwerte Berufe, aber wahrscheinlich wäre ich dann jetzt Alkoholiker . Aber Gott sei Dank gab es an unserer Schule im Hessischen einen Lehrer, der dies tatkräftig verhinderte. Ich habe nie im Leben einen schlechteren Pädagogen kennengelernt als Erich S. Im zarten Alter von 17 Jahren hasste ich niemanden, Love and Peace war unser Motto. Dummerweise gehöre ich nicht zu den heute vielgescholtenen 68ern, dazu bin ich etwas zu jung. Trotzdem fanden wir 1968 -1972 die 68er ätzend, denn sie waren drei, vier Jahre älter als wir, hatten dadurch schon einen Führerschein und bekamen dadurch die besten Mädchen ab. Ich glaube, die Achtundsechziger werden heute von den Jüngeren einzig und allein für alles verantwortlich gemacht, was in der Gesellschaft so schief geht, aus später Rache für damals. Wir waren nicht so sehr pol...
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 Wie wird man Regisseur ? 1. Der einfachste Weg ist, man wird als Regisseur geboren.  Was allerdings nichts mit Begabung zu tun hat, sondern mit verwandtschaftlichen Verhältnissen. Wenn Papi oder Mami schon Regisseur, Kameramann oder Schauspieler              ( neuerdings auch Redakteur beim Sender ) sind, dann ist der Weg besonders einfach, Begabung ist da zweitrangig, da beim Fernsehen ja soviel Müll produziert, daß die fehlende Begabung nicht weiter auffällt. Man hat ja ein Team, das einem den Arsch rettet, funktioniert dies nicht, war das Team halt schlecht und nicht der Regisseur. Man erkennt solche Leute oft nicht an ihrem Namen, denn Papa gibt vorsorglich nicht den Namen an jedes x-beliebige Gör weiter, welches er mit irgendeiner Frau mal gezeugt hat 2. Papa hat Kohle Die Kohle kann er nutzen, um sich die Beziehungen zu kaufen oder um seinem mal mehr oder mal weniger begabten Sprössling, den ersten Film zu finanzieren. Das geht all...