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 Die Hippiezeit Da ich inzwischen am Wochenende an einer Tankstelle arbeitete hatte ich genügend Geld für ein Auto. Erst ein VW Käfer unsynchronisiert für 100 Mark, dann hatte mein Englischlehrer einen Unfall und ich kaufte seinen BMW 1800 TI für 300 Mark, den baute ich mit einem Freund der Automechaniker war wieder auf. Als ich damit mal neben dem VW Käfer des Schuldirektors parkte, hatte ich am nächsten Tag die Polizei zu Besuch, die wissen wollte, wie es denn käme, daß ich als Arbeiterkind so einen Wagen fahren könne, ich müsse doch wohl mit Drogen handeln. Ich verdiente aber etwa im Monat 1000 Mark an der Tankstelle, als Schüler damals steuerfrei, plus 500-800 Mark Trinkgeld. Die Abrechnungen beruhigten sie schnell und sie verschwanden wieder. Bevor ich weitererzähle, will ich noch ein wenig auf die Zeit eingehen so zwischen 1968 und 1974, die Love and Peace Ära oder auch die Hippiezeit, wohlgemerkt in Deutschland. Musikalisch gesehen also der Übergang von der Beatmusik zur Ro...
Warum eigentlich heißt der Blog "Memoiren eines Versagers"?  Ich hätte ja auch beim Finanzamt landen können, als Sachbearbeiter zum Beispiel oder bei der Post, alles ehrenwerte Berufe, aber wahrscheinlich wäre ich dann jetzt Alkoholiker . Aber Gott sei Dank gab es an unserer Schule im Hessischen einen Lehrer, der dies tatkräftig verhinderte. Ich habe nie im Leben einen schlechteren Pädagogen kennengelernt als Erich S. Im zarten Alter von 17 Jahren hasste ich niemanden, Love and Peace war unser Motto. Dummerweise gehöre ich nicht zu den heute vielgescholtenen 68ern, dazu bin ich etwas zu jung. Trotzdem fanden wir 1968 -1972 die 68er ätzend, denn sie waren drei, vier Jahre älter als wir, hatten dadurch schon einen Führerschein und bekamen dadurch die besten Mädchen ab. Ich glaube, die Achtundsechziger werden heute von den Jüngeren einzig und allein für alles verantwortlich gemacht, was in der Gesellschaft so schief geht, aus später Rache für damals. Wir waren nicht so sehr pol...
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 Wie wird man Regisseur ? 1. Der einfachste Weg ist, man wird als Regisseur geboren.  Was allerdings nichts mit Begabung zu tun hat, sondern mit verwandtschaftlichen Verhältnissen. Wenn Papi oder Mami schon Regisseur, Kameramann oder Schauspieler              ( neuerdings auch Redakteur beim Sender ) sind, dann ist der Weg besonders einfach, Begabung ist da zweitrangig, da beim Fernsehen ja soviel Müll produziert, daß die fehlende Begabung nicht weiter auffällt. Man hat ja ein Team, das einem den Arsch rettet, funktioniert dies nicht, war das Team halt schlecht und nicht der Regisseur. Man erkennt solche Leute oft nicht an ihrem Namen, denn Papa gibt vorsorglich nicht den Namen an jedes x-beliebige Gör weiter, welches er mit irgendeiner Frau mal gezeugt hat 2. Papa hat Kohle Die Kohle kann er nutzen, um sich die Beziehungen zu kaufen oder um seinem mal mehr oder mal weniger begabten Sprössling, den ersten Film zu finanzieren. Das geht all...
  Wie werde ich Regisseur ? Die erste Frage ist auf der einen Seite sehr leicht, auf der anderen Seite sehr schwer zu beantworten. Ich habe mich oft mit Kollegen und auch Kameramännern, Drehbuchautoren und anderen Mitarbeitern beim Film unterhalten und eines ist mir dabei besonders aufgefallen. Fast alle hatten die gleichen Probleme während der Schulzeit. Sie waren verhaltensauffällig, sei es als Klassenclown, Zappelphillip, Störenfried oder sie konnten schlicht und ergreifend ihre Klappe nicht halten, dies gepaart mit Kreativität, die sich aber nicht unbedingt im künstlerischen Bereich bemerkbar machte, sondern eher im aushecken von Streichen oder im Erfinden von Geschichten, wenn man abgefragt wurde und wieder mal seine Hausaufgaben nicht gemacht hatte.  Ich kann mich noch gut an eine Situation erinnern, als ich mal den „Jedermann“ lesen mußte, wahrhaft kein dicker Schmöker. 3 Wochen Zeit hatte ich dafür. Dummerweise hatte ich gerade fehlende Perry Rhodan Hefte nachbeste...
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 Wie alles begann Leider muß ich Euch zuerst einmal mit einer kleinen philosophischen Einleitung quälen ( für die Kritiker gemacht ), ich werde mich mit Photo vorstellen und Euch dann erstmal mit meiner Vorgeschichte langweilen, denn kein vernunftbegabtes Wesen kommt von sich aus auf die Idee, Regisseur zu werden.  Mit zarten 18 Jahren in meinem Zimmer   Die es dennoch tun, würden im wirklichen Leben ( 8 Stunden Job, Büro ) gnadenlos scheitern. Deshalb bewundert diese Menschen nicht, habt eher Mitleid mit ihnen, denn sie sind Euch keinesfalls überlegen, können nur besser labern und sich besser verkaufen als Ihr. Dabei sind die meisten, die sich als große Künstler verkaufen in Wirklichkeit zu 95 % Handwerker und nur zu 5 % Künstler, aber das würden sie natürlich nie zugeben. Nach einem doch etwas trivialen Anfang hab ich nun doch noch halbwegs die Kurve gekriegt und muß mir echt Mühe geben die nächsten Kapitel intellektuell noch etwas aufzupeppen. Auch die neue Rechtsc...
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  Jürgen Podzkiewitz Memoiren eines Versagers   Warum schreibe ich hier eigentlich ? Da sitze ich nun in der Schweiz, werde alt und älter, habe mehr erlebt als die meisten Menschen und jedesmal, wenn ich jemandem etwas davon erzähle, erhalte ich den Rat alles einfach mal aufzuschreiben, das sei ja so interessant. Echt jetzt ? Mal testen, ob es jemand liest. Viele meine Ex-Kollegen haben Bücher geschrieben, vielleicht kann ich das auch. Nur mal kurz für diejenigen, die glauben, das sei nun Fiktion, was sie hier lesen: falsch gedacht - es ist leider alles wahr, was es hier zu lesen gibt, also kein Roman sondern eine Art Memoiren. Falls sich jetzt immer noch irgendjemand dafür interessieren sollte, was ich in meinem früheren Leben in Deutschland so gemacht habe, dem kann ich nur sagen, daß die Chance relativ groß ist, daß er mich zwar nicht persönlich kennt, aber zumindest meine Arbeit gesehen hat, denn ich habe etwa 30 Jahre lang als Kameramann und Regisseur fürs Fernsehen g...