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Memoiren eines Versagers - Uli Edel und Christiane F.: Wie ich ins Filmgeschäft stolperte Ich machte mich zur verabredeten Zeit auf den Weg in die Potsdamer Straße 96, dort war das Büro der Produktionsfirma Solaris. Sabine, die ich dort treffen sollte, war aber nicht da, nur ein dunkelhaariger Wuschelkopf, der hieß Uli und war tierisch nett. Er fragte mich aus, erzählte mir von der Produktion, und wir unterhielten uns etwa eine Stunde. Ich war sehr angenehm überrascht, keine Arroganz einem Anfänger wie mir gegenüber, er behandelte mich wie einen Kollegen. Dann kam Sabine, nahm mich mit in ihr Büro. „Das war übrigens Uli Edel, unser Regisseur, mit dem du geredet hast“, erzählte sie mir beiläufig.  Whow, ich war platt!  Ich hatte über eine Stunde mit einem leibhaftigen Regisseur geredet! Ich hatte den Job. Sonntag fing das Casting an, und das Kamerateam tauchte auf: Jürgen Jürges war der Kameramann, Hans Günther Bücking der Assistent, beide auch supernett. Ich machte meinen Job ...
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Der erste Filmjob: Zurück in die Realität: Ich bereitete mich auf ein Vorstellungsgespräch vor. Nach fünf Minuten hatte ich den Job – Cutterassistent bei der Deutschen Synchron, die ausländische Filme synchronisierte. Klingt glamourös? War es nicht. Cutterassistent in einer Synchronfirma ist ungefähr so exotisch wie ein Stück Kernseife.  Die intellektuellen Anforderungen: Englisch verstehen reicht. Man hockt den ganzen Tag (damals noch analog) am Schneidetisch und hört sich irgendwelche Töne an. Die Firma lag auf dem Gelände der Berliner Union Film Studios am Flughafen Tempelhof – das Aufregendste dort war die ZDF-Hitparade. Man traf also Schlagerfuzzis in der Kantine und ab und zu mal einen echten Schauspieler, der woanders drehte. Ich landete in einem Schneideraum mit fünf Assistentinnen. Sie waren nett zu mir – ich war der Hahn im Korb –, aber sobald eine den Raum verließ, fielen die anderen über sie her: „Hast du ihre Schuhe gesehen? Und diese Frisur!“ Lästereien-Level: Prof...